Wo Bienen sind ist die Welt in Ordnung

Um die Schweiz und seine Geschichte besser zu verstehen, sollte man wissen wie die Menschen anno dazumal gelebt haben. Am 11. April war Saisoneröffnung des Freilichtmuseums Ballenberg. Auf den Spuren der Vergangenheit erzählen seit 1968 über einhundert Häuser Geschichten, „persönliche Schicksale, Baustile, gesellschaftliche Entwicklungen, regionale Besonderheiten und wirtschaftliche Rahmenbedingungen“ sagt Norbert Schmid aus der Geschäftsleitung im Vorwort des Magazins “ Der Ballenberger“. Echte Schweizer wissen, aus welchem Kanton die Häuser stammen, ich brauche immer einen kurzen Blick auf die Karte, freue mich aber, dass ich das Tessin, Wallis und Zürich auch so erkenne.

Wir schauen zu wie Mehl gemahlen, getöpfert, gewebt gestickt und gesponnen wird.  Das Haus „Matten“ aus dem 16. Jahrhundert wurde 2007 nach heutigen Minergie Standard umgebaut und „spiegelt den aktuellen Trend wieder, aus natürlichen Materialien und traditionellen Handwerkstechniken nachhaltige, moderne Lösungen zu schaffen“ wird uns erklärt.

„Lupa“, der Hund darf weder aus dem Wassertrog trinken, noch herein springen, das riechen die Pferde und weigern sich sofort aus dem Trog zu trinken ermahnt uns eine Mitarbeiterin des Ballenbergs.  Im Streichel- Ziegen- Zoo möchte ein Ziegenbock gerne meine Tasche fressen, aber hey, Ziege, ich bin kein Sattler und kann mir keine neue machen (ausserdem ist sie aus Zürich und war teuer ;-)).

Das Bienenhaus war ein Tauschdeal: Die Familie von Lotti bekam damals ein kleines Zweisitzer Auto von dem Grossvater geschenkt, als Dank, weil er so oft in die Schweiz zu Besuch kommen durfte. Der Vater, Karl, war aber begeisterter Imker und konnte nicht so viel mit dem Auto anfangen. Also tauschte er es gegen ein Bienenhaus ein. Dieses wurde um 1900 gebaut und ist 83 Jahre später in das Freilichtmuseum umgezogen. Besonders glückliche Bienen und deren Imker sind also heute in Ballenberg anzutreffen.

P.S. Ich denke ich hätte damals gestrickt, getöpfert oder Gemüse angepflanzt 🙂